Aphorismus

Lass einen jeden sein, was er ist. So bleibst du auch wohl, wer du bist. Martin Luther

 

Andreaskirche - unsere Zuflucht

Liebe Gemeinde,

ein Anfang ist gemacht. Wir möchten das Angebot fortführen und noch kreative Ideen entwickeln. Sie sind Woche für Woche herzlich eingeladen, immer freitags ab 18.00 Uhr - ca. 19.00 Uhr in die Andreaskirche zu kommen - zum Gespräch, zur Anbetung, zum Gebet.

Am Sonntag hatte ich während eines Spaziergangs eine zufällige Begegnung, die alles andere als zufällig war. Ich kam mit einer Ärztin aus dem Landkreis Böblingen ins Gespräch. Als ich gesagt habe, ich bin Pfarrer, brach es aus ihr heraus. Sie könne den Kurs der evangelischen Landeskirche nicht mehr mittragen. In ihrer Gemeinde sei praktisch nichts mehr: nicht einmal mehr regelmäßig Gottesdienst. Deshalb habe sie mit dem Pfarrer gesprochen und mit Mitarbeitern. Bitte haltet eure Kirchentüren offen, hätte sie gesagt. Bleibt da für die Menschen mit ihren Sorgen und Nöten. Nur ihr als Kirche habt die Möglichkeit, in einer gespaltenen und zerrissenen Gesellschaft Formen des Austauschs und der Begegnung zu ermöglichen! Doch offenbar haben die Verantwortlichen dieser Kirchengemeinde kein Interesse daran gezeigt. Diese Reaktion hat sie wohl so tief getroffen, dass sie ein paar Tage danach aus der Kirche austrat ... Mich wiederum trifft so eine Erfahrung tief. Denn ich bin mit Leib und Seele Pfarrer und wünsche mir von ganzem Herzen, dass "meine" Evangelische Landeskirche in Württemberg für alle Menschen da ist - gerade in diesen Corona-Zeiten. Umso mehr freut es mich, dass wir als Aacher Kirchengemeinderat anders denken.

Nichts kann uns trennen von der Liebe Gottes. Das glaube ich. Darauf vertraue ich. Im Leben und im Sterben sind wir in der guten und gnädigen Hand eines Heilands. Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben (Psalm 46,2).

Herzlichst

Ihr Manfred Mergel